Der Normenausschuss Materialprüfung (NMP)
In dem fast 65-jährigen Bestehen hat sich der NMP auf Grund der breiten Fächerung seiner Arbeitsgebiete zu einem der größten Normenausschüsse im DIN entwickelt.
In dem fast 65-jährigen Bestehen hat sich der NMP auf Grund der breiten Fächerung seiner Arbeitsgebiete zu einem der größten Normenausschüsse im DIN entwickelt. Es sollte aber auch daran erinnert werden, dass mit seiner Gründung keineswegs erst die Normung auf dem Gebiet der Materialprüfung begonnen hat.
Die Bemühungen um die Vereinheitlichung von Prüfverfahren begannen bereits in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und führen über die so genannten Bauschinger-Konferenzen zur Gründung des Internationalen Verbandes für die Material¬prüfung in der Technik (IVM) im Jahre 1885 und zur Koordinierung der deutschen Mitarbeit 1896 im Deutschen Verband für die Materialprüfung der Technik (DVM). In dessen Händen lag praktisch die gesamte Normung auf dem Gebiet der Materialprüfung in Deutschland bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, obwohl es das DIN schon seit 1917 gab.
Die Arbeitsergebnisse des DVM wurden zunächst in Form nummerierter Schriften herausgegeben. So erschien bereits im Jahre 1900 die Schrift Nr. 1 "Grundsätze für einheitliche Materialprüfungen", deren Inhalt wie auch die Untergliederung der Materialprüfung, noch bis in die heutige Zeit nachwirken. Bemerkenswert ist der Text, der am Fuß der ersten Seite abgedruckt ist:
"Der deutsche Verband für die Materialprüfung der Technik will nicht Vorschriften erlassen, sondern aufgrund der Sachkenntnis seiner Mitglieder feststellen, in welcher Weise nach dem gegenwärtigen Stande der Technik in Wissenschaft und Praxis die Materialprüfungen am besten ausgeführt werden."
Diese Aussage stimmt im Kern mit der heutigen Auffassung über Normung überein. Man kann die alte Schrift des DVM als die Urahnin der Materialprüfung auffassen.
Weitere Einzelheiten siehe Porträt des NMP.

